Zwetschkenröster ist grundsätzlich eine nährstoffreiche Beilage, die vor allem durch die wertvollen Inhaltsstoffe der Zwetschke punktet. Aber, die gesundheitliche Bilanz hängt stark von der Menge des zugesetzten Zuckers ab.
Vorteile der Zwetschke
Zwetschken gelten als heimisches „Superfood“ und bieten eine breite Palette an gesundheitlichen Vorteilen:
- Verdauungshilfe: Zwetschken enthalten reichlich Ballaststoffe wie Pektin und Zellulose sowie den Zuckeralkohol Sorbit, die die Darmtätigkeit sanft anregen und gegen Verstopfung helfen.
- Mineralstoffe & Vitamine: Die Früchte liefern viel Kalium (gut für Blutdruck und Herzfrequenz), Magnesium, Eisen, Zink sowie die Vitamine A, C, E und fast den gesamten B-Vitamine-Komplex.
- Zellschutz: Die dunkelblaue Schale ist reich an Anthocyanen (sekundäre Pflanzenstoffe), die antioxidativ und entzündungshemmend wirken und so das Immunsystem stärken können. Was besonders bei Rheuma und Osteoporose hilfreich sein kann.
Verzehrhinweis: Aufgrund des hohen Zuckergehalts bei Fruktoseintoleranz nur in Maßen genießen. Übrigens: Der weiße „Duftfilm“ auf der Schale ist ein Qualitätsmerkmal für Frische.
Nährwerte von Zwetschkenröster (pro 100 g)
Da beim Röster Wasser verdampft und Zucker hinzugefügt wird, konzentrieren sich die Inhaltsstoffe und die Kalorien im Vergleich zur frischen Frucht (ca. 43 kcal):
- Kalorien: ca. 86–100 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 20–24 g (davon ein großer Anteil Zucker)
- Fett: nahezu 0 g
Wenn das Aber nicht währe
Der traditionelle Zwetschkenröster enthält oft eine beträchtliche Menge an zugesetztem Zucker. In einer Portion können etwa 15-20 g (pro 100 g Zwetschkenröster) zugesetzter Zucker stecken, was fast die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge für einen Erwachsenen ausmachen kann.
Rezept Zwetschkenröster mit Handicap
Gang: Dessert, BeilagenKüche: vegan2
Portionen10
Minuten10
Minuten20
MinutenZutaten:
500 g Zwetschken (entkernt und halbiert)
0 – 80 g Zucker
1 Zimtstange
2 Gewürznelken
Saft einer halben Zitrone
2-3 EL Wasser
Optional: Ein Schuss Rum für mehr Aroma
Zubereitung:
- Sud ansetzen: Wasser, Zucker, Zitronensaft und die Gewürze (Zimtstange, Nelken) in einem Topf aufkochen.
- Früchte zugeben: Die halbierten Zwetschken in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 15–20 Minuten leicht köcheln lassen.
- Garpunkt: Die Zwetschken sind fertig, wenn sie weich sind und die Schalen beginnen, sich leicht einzurollen, die Früchte aber noch nicht komplett zerfallen.
- Abschmecken: Die Gewürze (Zimtstange, Nelken) entfernen. Nach Belieben einen Schuss Rum unterrühren.
WirkstoffKüche Tipps:
- Der Zwetschkenröster schmeckt warm zu frisch gemachtem Kaiserschmarrn am besten, kann aber auch kalt serviert werden.
Alternativen zu Zucker
Einen Zwetschkenröster ganz ohne Haushaltszucker zuzubereiten, ist dank der natürlichen Süße und des Pektins der Früchte sehr einfach. Hier ein paar guter Wege:
- Ohne Zucker: Verwende vollreife Früchte, diese haben genug Eigenzucker, um beim Einkochen eine schöne Süße zu entwickeln.
- Natürliche Süße: Bei der Zubereitung entkernte Zwetschken mit 2–3 EL Wasser, einer Zimtstange und einer aufgeschnittenen Vanilleschote in den Topf geben.
- Einkoch-Trick: Den Deckel weglassen und die Früchte im eigenen Saft bei kleiner Hitze einkochen. Wenn die Flüssigkeit reduziert, wird der Fruchtgeschmack (und damit die Süße) konzentrierter.
- Erythrit oder Birkenzucker (Xylit): Diese kannst du 1:1 wie Zucker verwenden. Sie haben keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, schmecken aber fast identisch.
- Apfeldicksaft oder Dattelpaste: Wenn es dir nur um den Verzicht auf Industriezucker geht, sind diese natürlichen Süßungsmittel ideal. Sie bringen eine leicht karamellige Note mit.
- Überlegung Rohverzehr: Um die volle Dosis Vitamin C zu erhalten, ist die frische Frucht dem erhitzten Röster überlegen, da Hitze einige Vitamine zerstört.
