Serotonin
Glückshormon und Transmitter in unserem Körper
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Serotonin: Ein Glückshormon und Transmitter in unserem Körper

Zuständig für eine Vielzahl von wichtigen Funktionen im menschlichen Körper. Serotonin wird oft auch als „Glückshormon“ bezeichnet, da es mit positiven Gefühlen wie Freude, Glück und Zufriedenheit in Verbindung gebracht wird. Doch dieser Botenstoff macht noch viel mehr.

Fühlst du dich niedergeschlagen, müde oder sogar ängstlich? Möglicherweise könnte ein Serotoninmangel die Ursache sein. Lese hier alles wichtige über das Glückshormon, einfach und verständlich erklärt.

Wichtige Hinweise

Dieser Artikel behandelt u.A. Gesundheitsthemen. Die Informationen über z.B. Krankheitsbilder, Symptome, Behandlungsmethoden oder Therapien können auf keinen Fall als Ersatz für eine Diagnose durch den Arzt verstanden oder verwendet werden. Die Inhalte dienen nur zu persönlichen Informationzwecken und können einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen.

Serotonin – Was ist das?

Serotonin, in Fachkreisen auch 5-Hydroxytryptamin, 5-HT oder Enteramin genannt, ist ein Gewebshormon (chemischer Botenstoff) und Neurotransmitter, der in unserem Gehirn und im gesamten Körper vorkommt. Unter anderem im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut.

Das Gewebshormon Serotonin spielt eine wichtige Rolle bei vielen verschiedenen Funktionen in unserem Körper. Hier die Wichtigsten:

  • Zu den bekanntesten Wirkungen des Serotonins zählen seine Auswirkungen auf die Stimmungslage: Es gibt uns das Gefühl der Gelassenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit.
  • Schlaf: Das Gewebshormon ist auch für einen gesunden Schlaf wichtig. Es hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren und die Schlafqualität zu verbessern.
  • Verdauung: Der Botenstoff spielt auch eine Rolle bei der Verdauung. Es hilft, den Darm zu entspannen und die Darmbewegungen zu regulieren.
  • Blutgerinnung: Das Serotoninhormon trägt zur Blutgerinnung bei. Es hilft, die Blutgefäße zusammenzuziehen und die Blutung zu stoppen.
  • Appetit: Der Botenstoff kann auch den Appetit beeinflussen. Es kann den Appetit anregen oder hemmen.
  • Schmerz: Serotonin kann die Schmerzwahrnehmung beeinflussen, je nach Situation ist es in der Lage Schmerzreize zu verstärken oder abzuschwächen.
  • Blutgerinnung: Serotoninrezeptoren sind in der Lage den Blutfluss bei kleineren Blutgefäßen zu reduzieren und die Blutgerinnung sowie Wundheilung voranzutreiben.
  • Sexualität: Der Botenstoff spielt eine wichtige Rolle im Sexualverhalten und bei den Sexualfunktionen. Dieser Botenstoff fungiert dabei als Gegenspieler des Dopamins.
  • Körpertemperatur: Serotonin ist auch an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. Je nach Situation führt es zu einem Anstieg oder einer Absenkung der Körpertemperatur.

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Wie wird Serotonin im Körper hergestellt?

Serotonin wird im Körper aus dem Aminosäure Tryptophan hergestellt. Tryptophan ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Sobald Tryptophan im Körper angekommen ist, wird es in der Leber zu 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) umgewandelt. 5-HTP gelangt dann ins Gehirn, wo es zu Serotonin umgewandelt wird. Gute Quellen für Tryptophan sind unter anderem:

  • Tierisches Eiweiß: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte
  • Pflanzenprotein: Hülsenfrüchte, Soja, Nüsse, Samen, Pilze
  • Zu den serotoninreichsten pflanzlichen Lebensmitteln zählen Walnüsse

Wie wird Serotonin abgebaut?

Serotonin wird im Körper abgebaut, indem es von Enzymen in seine Bestandteile Tryptophan und Kohlendioxid gespalten wird. Das wichtigste Enzym für den Abbau von Serotonin ist Monoaminooxidase (MAO). Dieser Prozess wird durch den Stoffwechsel eingeleitet und findet hauptsächlich in der Leber statt.

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Was passiert bei Serotoninmangel?

Wenn der Serotoninspiegel zu niedrig ist, kann dies zu einer Reihe von Symptomen führen, darunter:

  • Depressionen: Eine der häufigsten Ursachen für Depressionen ist ein niedriger Serotoninspiegel.
  • Stimmung: Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Antriebslosigkeit kann auf einen niedrigen Serotoninspiegel hinweisen.
  • Angststörungen: Angststörungen wie Panikattacken und soziale Phobie können ebenfalls durch einen niedrigen Serotoninspiegel verursacht werden.
  • Schlafstörungen: Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit und Einschlafstörungen können durch einen niedrigen Serotoninspiegel begünstigt werden.
  • Verdauungsstörungen: Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Verstopfung sowie Reizdarmsyndrom und Magenschmerzen können durch einen niedrigen Serotoninspiegel verursacht werden.
  • Schmerzen: Schmerzen können durch einen niedrigen Serotoninspiegel verstärkt werden.

Kann man den Serotoninspiegel erhöhen?

Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Serotoninspiegel zu erhöhen. Der größte Anteil der Glückshormone wird im Magen-Darm-Trakt gespeichert.

Dazu gehören:

  • Eine gesunde Ernährung, die reich an Tryptophan ist, kann den Serotoninspiegel erhöhen.
  • Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Produktion von Serotonin.
  • Regelmäßige Bewegung kann die Serotoninproduktion fördern.
  • Stress kann den Serotoninspiegel senken. Stressabbau-Techniken wie Meditation, Yoga oder Entspannungsübungen können helfen, den Stress zu reduzieren und den Serotoninspiegel länger im Körper zu halten.

Was passiert bei zu hohem Serotoninspiegel?

Ein zu hoher Serotoninspiegel kann durch Verzehr von tryptophanhaltigen Nahrungsmittel steigen aber auch durch hormonproduzierenden Tumoren im Körper abgesondert. Bei erhöhten Laborwerten muss es nicht zwangsläufig eine Diagnose für eine Erkrankung sein. Mögliche Symptome von einem zu hohen Serotoninspiegel können sein:

  • Herzrasen
  • Gesichtsrötung
  • Hitzegefühl
  • Verkrampfungen der Atemwege
  • Wässrige Durchfälle

Für dich, bin ich gerne da.

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Alice Hastenteufel
Life-, Gesundheits-Coach & Mentor

Fazit

Serotonin ist ein wichtiger chemischer Botenstoff, der im Körper zahlreiche Funktionen erfüllt. Ein zu hoher oder zu niedriger Serotoninspiegel kann zu einer Reihe von Symptomen führen, die gesundheitliche und seelische Störungen nach sich ziehen können. Es gibt verschiedene gute Möglichkeiten, den Serotoninspiegel im Gleichgewicht zu halten, darunter fallen eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Stressabbau.