Spitzwegerich
Der König am Wegesrand.
| |

Spitzwegerich: Ein vielseitiges Heilkraut aus der Natur

Das lästige Unkraut Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine der bekanntesten Wild- und Heilpflanzen Mitteleuropas.

Schon seit Jahrhunderten wird er in der Volksmedizin wegen seiner heilenden Eigenschaften geschätzt. Ob als Tee, Sirup oder frische Blätter – Spitzwegerich ist ein wahres Multitalent für Gesundheit und Wohlbefinden.

Erkennungsmerkmale und Vorkommen

Spitzwegerich ist eine mehrjährige Pflanze, die nahezu überall zu finden ist – auf Wiesen, an Wegrändern oder in Gärten. Er zeichnet sich durch seine lanzettförmigen, schmalen Blätter aus, die in einer bodennahen Rosette wachsen. Die Blätter sind an ihren markanten parallelen Blattnerven leicht zu erkennen.

Seine Blüten wachsen an langen, aufrechten Stängeln und sind von unscheinbarer, bräunlicher Farbe. Besonders widerstandsfähig passt sich der Spitzwegerich an verschiedene Böden an und gedeiht sowohl in trockenen als auch in feuchten Umgebungen.

Spitzwegerich als Heilpflanze

Besonders bekannt ist Spitzwegerich für seine lindernde Wirkung bei Atemwegserkrankungen. Er hilft gegen Husten, wirkt schleimlösend und beruhigt gereizte Schleimhäute. Tee aus Spitzwegerich wird häufig bei Erkältungen und Husten eingesetzt.

Heilwirkung

Frische Blätter als Erste-Hilfe-Mittel: Bei Insektenstichen oder kleinen Wunden kann ein frisches Blatt zerkaut und direkt auf die betroffene Stelle gelegt werden. Die enthaltenen Wirkstoffe lindern Schmerzen und wirken entzündungshemmend.

Sirup aus den Blättern, ist ein bewährtes Hausmittel gegen Husten. Darüber hinaus wird er aufgrund seiner antibakteriellen und wundheilenden Eigenschaften bei Insektenstichen, kleinen Wunden oder Hautirritationen verwendet.

Inhaltsstoffe

Die Blätter des Spitzwegerichs enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure und Aucubin – einen antibakteriellen Wirkstoff, der entzündungshemmend wirkt.

Spitzwegerich in der Küche

  • Tee: Dazu einfach frische oder getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen.
  • Sirup: Dafür werden die Blätter mit Zucker oder Honig geschichtet und einige Wochen stehen gelassen, bis sich ein heilkräftiger Sirup bildet.
  • Salat: Die jungen Blätter des Spitzwegerichs sind frisch geerntet eine gute Zutat und schmecken leicht nussig.
  • Pesto: Zusammen mit z.B. Haselnüssen und Oliven-Öl zu einem nährstoffreichen Pesto.
  • Kräuterbutter: Aus frischen jungen Blättern zubereitet eine gesunde Abwechslung.
  • Ferner eignet sich Spitzwegerich, frisch geerntet, gewaschen und kleingeschnitten, als Zutat in Rührei oder Kräuterquark.

Tipp für die Küche

In Kombination mit anderen essbaren Wildkräutern wie Gänseblümchen, Sauerampfer, Giersch und Löwenzahn holst du dir, kostenlos gesunde Natur auf deinen Teller.

Fazit zu Spitzwegerich

Spitzwegerich ist eine unscheinbare, aber äußerst wertvolle Pflanze mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Ob als Heilmittel für Atemwege und Haut oder als Wildkraut in der Küche – er verdient mehr Aufmerksamkeit. Wer ihn erkennt und zu nutzen weiß, hat ein wahres Naturheilmittel kostenlos und direkt vor der Haustür.